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Glaube keiner Statistik, ...

Vielen ist oft unklar, was die Angaben in der Statistik bedeuten. Und tatsächlich werden allenthalben Begriffe, wie 'Hits', 'Visits', etc. fast immer falsch verwendet.

Die Besucherzahl.

Sicher eine der wichtigsten Zahlen für den Betreiber einer Website.

Wo kriegen wir die her?

Dazu muss man erst mal wissen, wie diese ganzen vielen bunten Zahlen, die man in der Statistik-Auswertung sieht, zustande kommen:

Auf jedem Server werden Log-Files geführt. Bei ordentlichen Domains für jede dieser Domains extra. Dort steht ein Wust von Zahlen drin, denn jeder einzelne Zugriff (Request) erzeugt eine Zeile, die u.a. Uhrzeit, Herkunfts-IP oder -Domain, angefordertes File, die Quittungsmeldung des Servers und vieles andere mehr enthält. Daraus brauchbare Werte in übersichtlicher Form zu extrahieren, ist die Aufgabe von Web-Statistik-Programmen.

Die liegen auf dem Server und sind vom Domain-Inhaber nur in soweit einstellbar, dass entschieden werden kann, was alles angezeigt werden soll, die Zahlen als solche bleiben unberührt.

Und die Besucherzahl wird bei modernen Statistik-Programmen angezeigt: Es sind die Visits!

Die kommen dadurch zustande, dass festgestellt wird, wenn der erste Request von einer IP kommt. Alle folgenden Requests diese IP (oder auch Domain) werden nicht mehr als weiterer Besuch gezählt, es sei denn, es liegt mehr als eine halbe Stunde zwischen zwei Requests. Denn dann kann man davon ausgehen, dass der Besucher zwischenzeitlich ausgeloggt war oder eben die ganze Zeit auf einer anderen Site. Wenn er also nach mehr als einer halben Stunde wieder kommt, ist das ein neuer Besuch. Zumal ja berücksichtig werden muss, dass die meisten Besuche von über große Provider, wie z.B. T-Online, stattfinden, und somit mit der selben IP diesmal ein ganz anderer Mensch verbunden ist.

Aber es gibt ja noch mehr Zahlen: Noch immer versuchen einige, sich selbst und andere zu beschummeln und geben die Hits als Besucherzahl an. Da kommen dann natürlich schnell mal enorme Größen zusammen!

Das Blöde daran: Es ist von der tatsächlichen Besucherzahl so weit entfernt wie ein CitationJet von einem Mountainbike!

Andere wiederum werten die PageViews als Besucherzahl. Leider auch daneben! Wenngleich die PageViews für Werbezwecke eine große Bedeutung haben.

Um aber eins klar zu stellen: Die absolut exakte Besucherzahl lässt sich überhaupt nicht ermitteln!

Um das tun zu können, müsste jeder Besucher eindeutig identifiziert werden. Das ginge zwar, beispielsweise mit Cookies, aber wer will das schon... Und wenn der Webmaster denjenigen, der die Cookie-Akzeptanz in seinem Browser deaktiviert hat, nicht völlig aussperren will, stimmt die Rechnung schon nicht mehr.

Hits Sehr gern wird mit den 'Hits' die Besucherzahl verwechselt. Was sind also die 'Hits'?

Ein Hit ist ein einzelner Request (also eine Anforderung) auf eine Seite.

Ein Beispiel: Eine HTML-Seite enthält 4 Grafiken/Bilder, ein Hintergrundbild, den Seiten-Quelltext selbst, und verwendet ein 'CSS', also ein Style-Sheet zum exakter steuerbaren Layout. Nun wird diese Seite durch einen Click des Besuchers angefordert. Und dadurch werden 7 Requests ausgelöst, also werden auch 7 Hits gezählt.

Es leuchtet also ein, dass die Anzahl der Hits nicht wirklich etwas aussagt, denn wird eine Seite aufgerufen, die eine Unmenge von Bildchen, Bannern, Buttons, etc. enthält, schnellt die Anzahl der Hits hurtig nach oben!

PageViews Eigentlich ganz einfach: Sobald eine Seite zur Anzeige aufgerufen wird, wird ein 'PageView' gezählt. Damit lässt sich also ermitteln, wie oft eine Seite angeschaut wurde. Sehr wichtig für Werbung:

Denn es ist schon entscheidend, wie oft eine Werbung auf einer Seite wahrgenommen wird, auch, wenn nicht sofort ein Klick auf die Werbende Site ausgeführt wird! Schließlich ist Plakat-, Omnibus- oder Taxi-Werbung auch nicht sinn- und kostenlos, weil in den seltensten Fällen jemand sofort aus dem Bus hechtet, um das Produkt, für das dort geworben wird, eiligst zu kaufen...! ;-)

Dann gibt's da noch die Files. Was ist das nun wieder?

Die Zahl hängt von der Bedeutung eng mit den Hits zusammen.

Wir haben gelernt, dass die Hits die Zahl der Requests, also Aufforderungen, an den Server sind, was zu tun. Nämlich mir gefälligst z.B. das HTML-Dokument, die Bildchen und ein Java-Applet zu 'rüberwachsen zu lassen. Damit ich die Seite 'Das bin ich und mein Hund' auch in ihrer ganzen Pracht mitsamt der tollen animierten Navigation bewundern kann.

Nun gibt's aber auch Sachen, die der Server zwar brav ausführt, aber nicht im Traum daran denkt, sie dem User auch noch 'rüber zu schicken. Nämlich zum Beispiel CGI-, PHP- oder Perl-Scripts und Datenbank-Aufrufe.

Die sind uns allen schon begegnet, z.B. bei so was Tollem wie 'ner Mitflugbörse! Da trag ich mich ein, und gleich darauf ist die HTML-Seite mit meinem neuen Beitrag versehen.

Wow! Sitzt da einer und programmiert schnell die Seite neu?

Yup! Nämlich ein PHP-Programm, das die Erlaubnis hat, die Einträge in eine Datenbank-Tabelle zu übernehmen und bei Bedarf wieder hervorzuholen, oder sogar eine HTML-Seite mit den Inhalten selbst zu beschreiben.

Nur: Die Seiten-Anforderung löst zwar sieben Hits aus (das Dokument selbst, die vier Bildchen der Seite, das PHP-Script und das Stylesheet), gesendet werden aber nur fünf Files: Das Dokument und die Bildchen (sofern die nicht ohnehin schon im Cache des Browsers liegen). Das PHP-Script und das Stylesheet wurden auf dem Server ausgeführt, also nicht gesendet.

Das ist der Grund, warum in den Statistiken Hits und Files zwar sehr eng beieinander kuscheln, aber die Files fast immer etwas weniger sind.

KiloBytes Dann wären da noch die KiloBytes, öfter Daten-Transfer genannt. Dass das die Datenmenge ist, die von der Website abgerufen worden ist, ist ja klar. Nur: Sagt das was über die Qualität oder den Erfolg einer Website aus?

Ja!

Und wieso?

Nun, zunächst mal ist klar, je mehr Objekte sich auf einer Website befinden (HTML-Quelltext, Bilder, Grafiken und Download-Files), umso mehr muss ja vom User über die Leitung geladen werden. Nun könnte man sagen: 'Ja, dann brauche ich ja nur große Bilder und Grafiken, also z.B. nix unter 150 Kb pro Objekt, auf meine Seite zu packen, und schon wird der Datentransfer groß!' Ha! Nix da! Überleg mal: Wenn du auf eine Site kommst, die lädt, und lädt, und lädt... - was machst du, wenn es nicht gerade lebenswichtig ist? Genau! Abhauen!

Und genau deswegen ist der Datentransfer, also die Menge downgeloadeter Kilo-, Mega- oder gar Gigabytes ein sehr guter Indikator für die Beliebtheit und den Erfolg einer Website! Ist die Datenmenge hoch, ist das Interesse an der Site so groß, dass das entweder in Kauf genommen wird, oder, was wahrscheinlicher ist, werden die Daten geladen, weil der User sie haben will!





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