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Was haltet ihr denn von einer Instrumentenflugausbildung
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HansXV
eddh.de User


Hier seit: 22.05.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Mi, 23 Mai 2007, 15:50    Titel: Was haltet ihr denn von einer Instrumentenflugausbildung Antworten mit Zitat

Very Happy Super Forum lese schon länger hier mit und hätte mal ein Anliegen Hab meinen PPL gemacht und bin jetzt auch schon einige Stunden geflogen und spiel mit dem Gedanken ne Intrumentenflugausbildung zu machen. Was meint ihr ist das eine gute Idee oder rausgeschmissenes Geld ? Rolling Eyes Bringt es fliegerisch was oder ist ein Flugurlaub besser? Und auf was für einem Flieger sollte man die machen, wenn? Sagt mir doch mal eure Erfahrungen.

Dank euch für alle antworten und tips Laughing
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PhilT
eddh.de-Premium-User


Hier seit: 07.03.2004
Beiträge: 111
Ort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: Mi, 23 Mai 2007, 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Gehe mal davon aus, dass du nur privat fliegst.
Wenn du die Zeit und das Geld hast, mach es unbedingt!!!
Flieger egal, manche verbinden das IFR mit dem Multiengine Rating.

Gruß
Philipp
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Maverick23
eddh.de User


Hier seit: 16.08.2006
Beiträge: 6
Ort: EDEW

BeitragVerfasst am: Do, 24 Mai 2007, 7:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen!

Ich befinde mich grade mitten im Praktischen Teil der Instrumentenflugausbildung. Kurz gesagt: Es ist das Beste, was ich bis jetzt je gemacht habe. Die Ausbildung macht unglaublichen Spaß und bringt mich fliegerisch enorm weiter. Meiner Meinung nach gewinnt meine Fliegerei durch diese Ausbildung nochmal ordentlich an Sicherheit und das Gefühl wenn man in 400ft GND aus den Wolken kommt und eine voll beleuchtete Landebahn exakt vor sich findet - so hab ich's letzte Woche in EDDS erlebt - ist einfach unbeschreiblich.
Welches Flugzeug für die Ausbildung verwendet wird ist, wie bereits gesagt, eher zweitrangig. Wir machen die Ausbildung auf unserer DA40-TDI im Verein und entgegen vieler Zweifel im Vorfeld funktioniert das super.

Ich Kann mich meinem Vorredner nur anschließen: Wenn Du das nötige Geld und die Zeit dazu hast, mach es!

Viele Grüße, Matthias
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Grumman Tiger
Family-Member


Hier seit: 11.06.2002
Beiträge: 152
Ort: Hamburg

BeitragVerfasst am: Do, 24 Mai 2007, 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

IFR ist eine feine Sache, aber auch mit Einschränkungen für PPL-A zu betrachten. Natürlich gibt es mehr Freiheiten, seine Flugtermine einzuhalten, aber man fliegt mit einer Einmot nicht unbedingt CAT II oder CAT III, Einmot in den Wolken oder Nachts machen mir auch heute noch manchmal Bauchschmerzen (Vereisungsbedingungen, Motorausfall etc), und dann nur einen Motor? Rolling Eyes

Die richtige Ausbildung und der richtige Flieger - dann paßt das schon. Wenn Du die Möglichkeit hast, dann solltest Du auf jeden Fall die Ausbildung machen, am besten mit einem 2-Mot Rating, auch wenn Spötter sagen:" ... der zweite Motor ist dazu da, die Maschine sicher an Ihren Unfallort zu bringen."

Wenn Du IFR/2-Mot kombinierst hast Du ein wirkliches Stück Freiheit gewonnen. Wenn Du das ein wenig üben willst, requeste doch mal bei VFR-Wetter ein "simulated ILS", und versuche die Nadeln per Hand im Kreuz zu halten - ohne "Approach-Taste" im Autopiloten, das kann manchmal ganz spannend werden und übt ungemein, genauso wie ein exaktes Holding zu fliegen Wink

Gruß von
Rick
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mzi
eddh.de-Stamm-User


Hier seit: 29.07.2004
Beiträge: 44
Ort: EDFE

BeitragVerfasst am: Do, 24 Mai 2007, 12:47    Titel: Antworten mit Zitat

Moin liebe fliegers,

ich hatte mir auch das thema ifr zu gemüte geführt. allerdings sagte mir ein guter freund und LH kapitän, daß es eher akademisch sei : als privatflieger hätte man über die zeit nicht genug praxis um "vernünftig" ifr zu fliegen bzw. im verkehrsstrom mitzufließen. wieviel stunden ifr fliegen denn unsere hier anwesenden ifrler und wie beurteilen sie dieses statement?

und natürlich stimmt einen das thema einmot auch nachdenklich.. .

Ich bin immer noch hin-und hergerissen...


gruß

martin
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PhilT
eddh.de-Premium-User


Hier seit: 07.03.2004
Beiträge: 111
Ort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: Do, 24 Mai 2007, 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Die Risikoabwägung ist eine Sache, die jeder für sich selbst treffen muss. Meiner Meinung nach z.B. sind Aussagen wie "IFR mit der Einmot ist irgendwie gefährlich und mit der Zweimot irgenwie nicht" totaler Unsinn. Grund: Die Gefahr, aufgrund eines Pilotenfehlers zu schaden zu kommen, ist zig mal höher als aufgrund eines mechanischen Motorausfalls.
Aber wie gesagt, da muss jeder seiner eigenen Logik folgen.

Zum Stichwort Übung: Ein bisschen braucht´s schon um in Übung zu bleiben, allerdings wird der Uebungsaufwand um IFR fit zu bleiben auch manchmal überschätzt. Wichtig ist immer, dass man sich realistische Minima setzt. Außerdem kann man (als Zusatz zum realen Training) heute gut am Sim üben. Im Übrigen halte ich das VFR-Fliegen für viel anspruchsvoller als IFR-Fliegen. Dieser Trend setzt sich meiner Meinung nach sogar fort, da VFR aufgrund der immer komplexer werdenden Luftraumstruktur etc. immer anspruchsvoller wird, während IFR aufgrund der Harmonisierung der Verfahren in z.B. ganz Europa sowie aufgrund der immer größer werdenden technischen Unterstützung im Fluge (GPS, Moving Map, GPSS, TAWS etc.) tendenziell einfacher wird.

Philipp
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Manfred
eddh.de User


Hier seit: 16.05.2006
Beiträge: 6
Ort: München

BeitragVerfasst am: Fr, 25 Mai 2007, 7:17    Titel: Re: Was haltet ihr denn von einer Instrumentenflugausbildung Antworten mit Zitat

Für mich wars eine supertolle Erfahrung. Nach dem ich den Flugschein hatte aber des öfteren nicht heim kam, hab ich mich dazu entschlossen und es echt nicht bereut. Sicher, wie hier schon gesagt eine 2 mot wäre noch besser aber das kostet halt und so viel Geld hatte ich nicht über. IFR bringt nicht nur eine hohe Unabhängigkeit vom Wetter sondern man lernt einfach besser und sicherer Fliegen. Ich muss ja auch mit IFR nicht bei jedem Wetter fliegen aber wenns eng wird sind Reserven da.

Ich wohne in München und hab es dort bei einer Flugschule gemacht. Das ganze auf einer Turbo Arrow, die hat zwar keinen 2 Motor aber eine sehr gute Performance durch den Turbo Lader. Ein Leistungsstarkes Flugzeug (zum Lernen besser mit Einziehfahrwerk) würde ich jedem empfehlen. Ganz wichtig ist ein guter Simulator, manches geht dort einfach besser und günstiger. Wir konnten den Sim zusätzlich noch kostenlos zum Üben nutzen, was mir sicher einige Flugstunden gespart hat.

Für IFR spricht eindeutig der Spassfaktor, die Sicherheit, nicht zu unterschätzen ist die Paukerei aber ohne gehts halt nicht. Da ich nicht so viel Zeit hatte hab ich das Lernen in einem Fernkurs gemacht, mit einem super Lehrer, Prüfung klappte auf Anhieb.

Viele Grüße
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MOGAS
eddh.de-Stamm-User


Hier seit: 18.12.2003
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: Fr, 25 Mai 2007, 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

Mach es, wenn du es wirklich nutzt und dir diesen Spaß auch mit Charterkosten ab ca. € 250/h für eine brauchbare SEP oder wenigstens das doppelte für MEP leisten kannst!

Nach der Prüfung im Dezember bin ich seitdem fast ausschließlich nur noch IR unterwegs, selbst bei bestem VFR-Wetter. Der Sicherheitsgewinn ist enorm, natürlich auch der Aufwand von der Flugplanung bis zur Landung. Die meisten meiner Flüge, davon viele ins benachbarte Ausland, sind beruflich bedingt. Ich schaffs jetzt wirklich, Termine einzuhalten die ich VFR nur mit großen Fragezeichen realisiert oder oft genug dann doch wieder im Auto auf verstopften Autobahnen zugebracht habe.
Aber und das ist unerlässlich, man muss fliegen! Aktuell habe ich 40h IR (nach Prüfung) im Flugbuch stehen - von mehr als 1400h in den letzten 12 Jahren und glaub mir, ich habe vermutlich grad das schwarze unterm Fingernagel an IR-Erfahrung gesammelt. In der Ausbildung wird vieles gelernt, dass in der professionellen Praxis so gut wie nicht vorkommt. Dafür Verfahren und Routinen, die durch Bürokratismus im Bezug auf Flugplanung erschwerend oder durch die professionelle Controller massive Erleichterung bringen. Kurzum, jeder Flug ist eine neue Lehrstunde.
Persönlich glaube ich, dass 30h IR im Jahr die unterste Grenze sein sollte, um im Training zu bleiben. Von den Piloten wird Professionalität erwartet und da darf ich nicht mehr übers eigentliche Fliegen nachdenken. Die Verfahren und Sprechfunk reichen, um mir bei Singlepilot IR mehr als genug Workflow zu machen. Geht es dann noch richtig in IMC zur Sache kann es schon seeehr warm werden unter den Achseln.
IR nur just for fun um mit nicht aktuellen Karten- und Datenbankmaterial und meist noch älteren Fluggerät einmal im Jahr "groß" auf Tour zu gehen ist nicht!

Zur Grundsatzdiskussion SEP oder MEP: wer jemals bei fortgeschrittener Dämmerung (ich sag bewusst nicht Nacht!) oder in IMC mit ein bisserl Eis oder aktuell bei höchst labilen Wetterlagen unterwegs war und ist, denkt nicht darüber nach, was der 2. Motor kostet. Und ohne Enteisung, Radar/Stormscope und Sauerstoff würde ich vermutlich doch wieder lieber im Auto sitzen …

Froh Flug
René

By the way: hab einen kompletten IR-Fernlehrgang inkl. CD für € 280 (NP war knapp 1200,-), dazu Fragenkatalog AZF und sehr professionell gemachte Übungs-CD. Wäre mal ein Anfang, um sich mit dem nicht grad kleinen Lernvolumen vertraut zu machen aber auch um mehr übers professionelle IR-Fliegen zu erfahren.
Bei Interesse: mogas ät gmx döt de
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HansXV
eddh.de User


Hier seit: 22.05.2007
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: Fr, 25 Mai 2007, 21:25    Titel: Re: Was haltet ihr denn von einer Instrumentenflugausbildung Antworten mit Zitat

Erst mal dank euch für so viele Antworten, die Aussagen sind ja recht eindeutig Instrumentenflugberechtigung muss her Very Happy

Stuttgart würde für mich mit Fernlehrgang gehen, allerdings wäre München für mich interessanter. Könnt ihr mir noch ein paar Tips zu Euren Schulen geben

@Manfred
Deine Ausbildungserfahrung klingt ja echt gut kannst du mich mal unter webflug@web.de kontaktieren ?

Dank euch für alle antworten und tips Laughing
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Holger Dell
eddh.de-Premium-User


Hier seit: 22.04.2003
Beiträge: 159
Ort: Deutschland

BeitragVerfasst am: Mo, 28 Mai 2007, 12:23    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Du das Geld und die Zeit erübrigen kannst, tu es!
Die IFR Berechtigung macht ein Flugzeug vom Spassgerät zum Verkehrsmittel.
Ganz klar gibt es bei jedem Fluggerät bis zum Jet irgendwelche Einschränkungen bezüglich Wetter, aber selbst eine 180PS Vergaser Einmot ist IFR nutzbar.
Was der Flieger mitbringen sollte ist lediglich einen einfachen Autopiloten.
Was die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls betrifft, würde ich aus eigener Erfahrung zumindest eine zweite Unterdruckpumpe für die Kreiselinstrumente oder einen zusätzlichen elektrischen Horizont empfehlen.
Die kritische Anmerkung des LH Kollegen würde ich etwas differenziert sehen. Für jemanden der neunundneunzig Prozent seiner Flugzeit auf FAR25 Jets mit x Redundanzen verbracht hat, muß die PPL IFR Fliegerei zwangsläufig an Selbstmord grenzen.
Ich selbst habe über 10.000 St. unter IFR Bedingungen auch auf Einmots bis zur PA28 runter verbracht, ohne größere Zwischenfälle.
Das Entscheidende ist der Übungsstand des Piloten und eine realistische Einschätzung seiner und der Grenzen des Flugzeuges. Auch ein IFR Pilot muss gelegentlich nein sagen können und diese Fähigkeit ist wichtiger als der zweite Motor, WX-Radar, Stormscope und Enteisung.
Auf Deinem IFR Fluggerät solltest Du möglichst viel Erfahrung schon vorher gesammelt haben, die Systeme perfekt kennen und selbstverständlich alle Pitch-Power Werte im Schlaf runtersagen können. Dann wirst Du damit auch in solid IMC sicher unterwegs sein.
Viel Spass und Erfolg bei der Ausbildung!
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